Und jetzt: Stopp.
August 2026
Und jetzt: Stopp.
In meinen bisherigen anderthalb Jahren im Amt durfte ich schon einige besondere Anlässe mitfeiern – ob die Schlüsselübergabe für die ZML-Geschäftsstelle, die Einweihung des Besuchszentrums mit rotem Band oder das Preopening eines Restaurants im Zentrum.
Ich gebe es gerne zu: Ich bin ein riesiger Fan solcher Eröffnungen. Warum? Weil der Alltag uns oft zu schnell wieder einholt. Wir rennen von Termin zu Termin, haken To-Do-Listen ab und funktionieren einfach. Dabei vergessen wir leicht, wie viel Herzblut und Schweiss in einem Projekt stecken.
Eine Eröffnung ist da wie eine liebevolle Stopp-Taste. Ein Innehalten im Trubel, das uns zuruft: «Schaut mal, was wir gemeinsam geschafft haben!» Genau deshalb feiern wir dieses Jahr erstmals eine Eröffnungszeremonie für den Latärnliweg. Unglaubliche 432 kleine Meisterwerke haben die Liestaler Schulkinder gebastelt.
Mir ist es ein Herzensanliegen, dass auch die kleinsten Künstler diesen Moment bewusst erleben: voller Stolz auf das eigene Werk zu blicken und zu sehen, wie ihr Licht den Weg erhellt.
Doch ein solches Projekt entsteht nie allein: Hinter den Kulissen wurde geplant, geschraubt und angepackt – Seile wurden gespannt, Elektriker sorgten für die fachgerechte Montage und Holzbau-Profis bauten stabile Sonderkonstruktionen. Denn bei Eröffnungen geht es nie nur um Bauten oder Wege – es geht um die Menschen dahinter. Wir feiern solche Meilensteine viel zu selten.
Lohnt es sich da nicht, kurz innezuhalten und den Moment zu geniessen? Denn genau diese Momente sind es, die unseren Alltag erhellen.
Zentrums-Managerin Liestal, Marion Ernst