432 Gründe zu staunen

Das Zentrums-Management Liestal berichtet in regelmässigen Kolumnen in der ObZ über Projekte, Entwicklungen und Hintergründe rund um das Stedtli und die Arbeit des Zentrums-Managements.

Januar 2026

432 Gründe zu staunen

Es gibt Momente, in denen eine Stadt spürbar näher zusammenrückt. Der Latärnliweg in Liestal, als Verbindung vom Bahnhof ins Stedtli, ist genauso ein Moment.

Man geht los und merkt nach ein paar Schritten, dass etwas anders ist. Das Licht macht den Weg freundlicher, fast vertraut. Man wird langsamer, hebt den Blick und schaut genauer hin.

432 Kinder aus 26 Schulklassen haben ihre Laternen gestaltet. Jede einzelne ist einzigartig, jede ein kleines Kunstwerk. In Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben ist etwas entstanden, das weit über eine Lichtinstallation hinausgeht.

Es sind viele kleine Zeichen von Kreativität und Gemeinschaft, die mehr wärmen als jede Heizung. Wer seit November Richtung Stedtli unterwegs ist – entlang der Poststrasse, über die Allee, vorbei am Regierungsgebäude, erlebt, wie lebendig Licht sein kann.

Die Laternen erhellen nicht nur den Weg, sie erzählen Geschichten. Kinder bleiben stehen und suchen ihre Laterne, Erwachsene verweilen, fotografieren oder lassen sich von den Symbolen und Gedanken auf den Latärnli inspirieren. Der Weg wird zum Ort des Innehaltens.

Der Latärnliweg zeigt eindrücklich, was möglich wird, wenn Schule, Stadt und Zentrum zusammenspielen. Dass die Lichter noch bis zum 9. Februar leuchten dürfen, macht das Erlebnis umso besonderer – ein kleines, aber wertvolles Stück Wärme in den dunklen Monaten. Und vielleicht sind es genau diese vielen Kinderlichter, die diesen Weg zu dem machen, was er ist: 432 Gründe zu staunen.

Zentrums-Managerin Liestal, Marion Ernst